menu
isento-de-logo
close

Voice Commerce – Einkaufswelt der Zukunft oder nur ein Hype?

Sprachsteuerung ist derzeit in aller Munde. Alexa, Siri, Cortana & Co. sind auf dem Vormarsch. Schon rund 1,1 Milliarden Nutzer weltweit nutzten 2018 laut Statista die virtuellen Assistenten und die Wachstumskurve zeigt weiter nach oben. Jeder zweite Deutsche hat bereits seine Erfahrungen damit gemacht. Smarte Lautsprecher wie Alexa und Google Home wurden allein in Deutschland bereits 11 Millionen Mal verkauft.

Herausforderungen im Voice Commerce

Es scheint, die Voraussetzungen für Voice Commerce, den Einkauf per Stimme, sein perfekt. Ist Voice Commerce also das nächste große Ding oder doch nur ein Trend von vielen? Das lässt sich momentan (noch) nicht entscheiden. Fakt ist, derzeit zeigen sich die Nutzer noch verhalten was das Thema angeht. Die Anzahl an Bestellungen, die bisher über die smarten Lautsprecher getätigt wird, ist noch verschwindend gering. Nur ca. 2% der Alexa-Nutzer haben schon einmal einen Kauf probiert. Allerdings bleibt dies in den meisten Fällen auch der einzige Versuch.  Das ist nicht weiter verwunderlich. Denn wer es selbst einmal getestet hat, hat bestimmt schnell festgestellt, dass es hier noch einige Hürden zu meistern gibt. Man möchte zum Beispiel nicht seitenweise Angebote vorgelesen bekommen oder alle Produktdetails hören – das ist ermüdend und nicht zielführend. So wenige Worte und Schritte wie möglich verwenden, um trotzdem alle wesentlichen Informationen zu geben. Kurz und bündig durch den Kaufprozess führen. Ein klares Voice User Interface, logische Abläufe und ein System, das mich kennt, und mir die Bestellungen klar erleichtert. Dies gilt es für Unternehmen zu meistern um Kunden für Voice Commerce zu begeistern.

Welche Chancen bietet Voice Commerce?

Für Wiederkäufe und Produkte des täglichen Bedarfs ist Voice Commerce eine tolle Möglichkeit. Einfach und unkompliziert nachordern. Auch wenn man gerade die Hände nicht frei hat oder merkt, wie ein Artikel zum Beispiel beim Kochen zur Neige geht. Schwierig wird es hingegen bei Produkten, bei denen es sehr auf die Optik ankommt wie Mode oder Dekoration. Ohne diese zu sehen, wird es nicht einfach nur per Stimme eine Auswahl zu treffen. Hier könnte ein kleiner zusätzlicher Bildschirm wie beispielsweise bei Amazon Echo Show den Kaufprozess erleichtern. Zusätzlich könnte man auch darüber nachdenken Leistungen rund um den Kaufprozess zu integrieren, um dem Kunden einen tatsächlichen Mehrwert zu bieten. Zum Beispiel Produktanleitungen vorlesen lassen, damit man die Hände frei hat für den Aufbau oder Test des Produkts. Hier gibt es noch großes Potential, wie man durch intelligenten Einsatz von Stimme interessante Optionen erschaffen kann. Noch steht Voice Commerce am Anfang. Die Stimme ist ein spannendes Werkzeug. Momentan müssen sich jedoch Nutzer und Unternehmen noch daran gewöhnen und experimentieren. Dann wird sich zeigen ob Voice Commerce das nächste große Ding werden kann. Quellen: Statista, Canalys
ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT