User Interface-Design: Acht Trends, an denen 2020 niemand vorbeikommt

Neue Trends im Design von Benutzeroberflächen sind vielfältig, mutig und könnten unterschiedlicher nicht sein. Hier sind acht UI-Trends für 2020, an denen man so leicht nicht vorbeikommt.

#1 Dark Mode

 Oft ist das Smartphone das Erste und das Letzte, womit ein Nutzer seinen Tag beginnt oder beendet. Während es morgens kurz für die Weckfunktion und zum Abrufen der Nachrichten genutzt wird, ist der Abend eine Zeit, an dem der Anwender etwas zur Ruhe kommen möchte und etwas mehr qualitative Zeit mit den Anwendungen verbringt. Eine zu helle Umgebung kann sich dabei negativ auf die Usability auswirken. Die Augen werden geblendet und der Nutzer wird schneller ermüden. Der Dark Mode schafft ein angenehmes Umfeld und hält dadurch den Nutzer länger am Ball. Dark Mode steht für helle Schriften auf schwarzem Hintergrund. Viele Anbieter setzen inzwischen schon auf die Möglichkeit zwischen dem normalen und dem Dark Mode switchen zu können. Inzwischen ist es ein richtiger Trend im Mobile und Online Design geworden.

#2 Whitespace

Hier heißt es viel Raum geben für konkrete Informationen. Die Devise lautet weniger ist mehr. Google macht es seit Jahren vor. Schlankes Design lässt den User entspannt durch das Web scrollen. Der Nutzer erhält wesentliche Informationen auf den ersten Blick und wird nicht überfordert. Weißräume können aber auch gezielt als Designelement genutzt werden, um Informationen gekonnt in Szene zu setzen.

#3 Farbverläufe

Quelle: Instagram

Bestimmte Trends bestehen seit Jahren und setzen sich fort. Instagram hat es bei den Farbverläufen vorgemacht. Der stufenweise Übergang von einer Farbe zur nächsten kann von leichten Abstufungen bis zu richtigen Extremen gehen. Damit lassen sich Fotos ganz neu interpretieren, ein Hintergrund aufregender gestalten oder es kann auch flachen (flat) Designs eine neue Tiefe geben. Was einige Nutzer zu Beginn noch etwas verunsichert hat fällt heute kaum noch auf. Farbverläufe haben sich inzwischen in sehr viele Benutzeroberflächen integriert.

#4 Authentische Fotos

Viele Unternehmen setzen bereits auf authentische Fotos. Heutzutage neigen Stockfotos dazu negative Aufmerksamkeit zu erregen. Das kann Benutzer distanzieren und eine Ablehnung des Produkts hervorrufen. Unternehmen, die in ihre eigenen Fotos investieren, schaffen ein Gefühl der Nähe, Offenheit und suggerieren Vertrauen.

#5 Grelle Farben

Ein schlankes Design mit einer Hervorhebung in einer grellen Farbe, wie es zu Beginn AirBnB vorgemacht hat, gewinnt extrem an Popularität. Ein Design mit unbegrenzter Verwendung von leuchtenden Farben kann ein Gefühl von Futurismus erzeugen und den Benutzer in eine eigene Welt führen. Neonfarben sind spätestens seit dem Film „Bladerunner 2049“ ein Mittel für Futurismus und der Zeit voraus zu sein.

#6 Bottom Navigation

Um die einhändige Bedienung des Smartphones zu erleichtern, werden wichtige Bedienelemente wie der Einkaufswagen oder der Home-Button im unteren Teil der Anwendung platziert. Inzwischen ist immer häufiger das Phänomen zu beobachten, dass die gesamte Navigation im unteren Bereich platziert ist. Anfangs erfordert der Anblick eine Umgewöhnung, doch die Vorzüge in der Usability überzeugen schnell.

#7 Mikrointeraktionen

Richtig dosiert können kleine Animationen, die so genannten Mikrointeraktionen, die Anwender sehr erfreuen. Sie können nicht nur helfen bestimmte Prozesse zu verstehen, sondern auch den Benutzer dazu anregen, eine bestimmte Aktion immer wieder auszuführen. Dies kann den Benutzer über einen längeren Zeitraum auf der Plattform beschäftigen und lässt ihn somit immer wieder Neues entdecken. Beispiele für Mikrointeraktionen sind das Vibrieren des Smartphones, wenn es auf lautlos gestellt wird oder die Farbänderung eines Buttons, wenn man ihn mit dem Finger oder der Maus berührt. Damit versteht der Nutzer, dass eine Aktion erfolgreich war oder an der Stelle etwas ausgeführt werden kann. Wenn das mal nicht benutzerfreundlich ist.

#8 Neumorphismus

Quelle: uxplanet.org

 

Auch bekannt als Soft UI. Der Begriff ist eine Neuschöpfung aus den Worten ’neu‘ und ‚Skeuomorphismus‘. Neumorphismus kann als ein dreidimensionaler Look von Bedienoberflächen beschrieben werden, der durch abgerundete Ecken und leichte Schatten tatsächlich weicher wirkt. Zusammen mit Verläufen und weniger Kontrasten wird eine Nähe zur Realität simuliert. Oft wird dieser Trend in Verbindung mit großzügigem Umgang mit Whitespace gesehen. Als großer Gegensatz zum Flat-Design erfordert dieser Trend viel Aufwand, der die Entwicklungsgeschwindigkeit neuer Software beeinträchtigen könnte.

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