Hilfreiche Tipps für optimales Shop-Monitoring

Ein Schreckensszenario für jeden Shopbetreiber: Der Shop ist offline und man merkt es nicht einmal. Man wird erst darauf aufmerksam, wenn man routinemäßig den Shop besucht oder sogar ein Kunde anruft und fragt, warum er nichts mehr bestellen kann. Wenn man danach erst auf die Fehlersuche geht und versucht den Shop wieder online zu bringen, kann sehr viel Zeit und Umsatz verloren gehen.

Um dieses Problem einzudämmen empfehlen wir ein umfangreiches Server-Monitoring. Um das Shop-Monitoring erfolgreich zu verwirklichen, gibt es unzählige Möglichkeiten. Im großen Monitoring-Dschungel geht jedoch schnell der Überblick verloren. Um mehr Klarheit bei dem Thema zu schaffen, wollen wir hiermit einen kleinen Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten geben.

Grundsätzlich kann man unterscheiden zwischen Hard- und Software-Monitoring. Es lohnt sich auf beide Arten einen Blick zu werfen, denn sie ermöglichen in der Kombination einen guten Gesamtüberblick über den Server.

Hardware-Monitoring

Beim Hardware-Monitoring werden die Komponenten des Servers überwacht. Statistiken über die aktuelle Auslastung der CPU und des Arbeitsspeichers zeigen schnell ob die Hardware für den Server, der betrieben wird, ausreichend ist. Außerdem könnte man die Spitzenlasten auswerten um zu sehen, wann auf der Website viel los war. Das Monitoring des freien Speicherplatzes ist sehr hilfreich um direkt informiert zu werden, sobald zu wenig freier Speicher vorhanden ist. Wenig Speicher kann zum kompletten Serverausfall führen, was in einer Produktivumgebung quasi tödlich wäre.

Software-Monitoring

Beim Software-Monitoring können wichtige Komponenten wie z.B. der Apache Webserver überwacht werden. Hierfür kann man prüfen, ob der Service aktiv ist, und eventuell die Logfiles auslesen um bei Fehlern direkt informiert zu werden. Zudem wäre es möglich die Funktionalität der Website zu prüfen, indem man z.B. die Logfiles der Webanwendung selbst ausliest oder auch die Apache Logs auf 500er Fehler durchsucht. Diese Art von Fehler wird meist durch fehlerhaften Code verursacht. Somit hat man die Möglichkeit, schnell einzugreifen und den kaputten Code zu reparieren.

Shop-Monitoring mittels Tools

Für das Shop-Monitoring gibt es einige gut geeignete Tools. Dabei muss man zwischen kostenlosen und kostenpflichtigen Programmen unterscheiden. Beide Märkte sind riesig und nur schwer zu überschauen. Im Freeware- und Open-Source-Bereich hört man oft die Namen der Marktführer Nagios und Icinga, da diese sehr allgemein gehalten sind. Es gibt aber auch Software, die spezifischer auf die Bedürfnisse der Anwender eingeht, wie z.B. Zabbix oder Ganglia.

Unter den kostenpflichtigen Tools gibt es Software wie WhatsUp, Datadog und Solarwinds Ipmonitor. Die Schwerpunkte der Programme unterscheiden sich aber sehr stark voneinander, weshalb gut abgewogen werden muss, welches man letztendlich einsetzt. Sie heben sich von den kostenlosen Tools ab, da sie meistens bereits vorkonfiguriert sind im Gegensatz zu den Freeware-Produkten, dort muss vieles selbst gescripted/konfiguriert werden. Man sollte sich daher gut überlegen was alles überwacht werden soll und was das jeweilige Programm alles bieten soll.

Die kostenpflichtigen Tools haben oft den Vorzug, dass sie bequemer zu konfigurieren sind als die kostenlosen Produkte. Die Freeware erfordert meistens ein gewisses Know-how und viel Einarbeitungszeit um produktiv damit zu arbeiten.

Benachrichtigungen richtig nutzen

Jeder muss für sich selbst entscheiden in welchen Fällen man benachrichtigt werden will sowie die Art und Weise von Benachrichtigungen festlegen. Da wir die E-Mails auch auf unsere mobilen Endgeräte bekommen, bevorzugen wir zum Beispiel E-Mail-Benachrichtigungen im Falle eines Fehlers. So werden wir in Echtzeit informiert und können sofort eingreifen. Alternativ dazu wäre es auch denkbar eine SMS zu bekommen oder einen Telegram-Bot anzubinden. Das hängt dann natürlich wieder von der jeweiligen Monitoring-Software und den unterstützenden Services ab. Gerne gesehen ist auch ein großer Monitor im Büro, der immer den Status unserer Kundenserver anzeigt. Damit haben auch diejenigen Einblick, die vielleicht nicht im E-Mail-Verteiler enthalten sind. Auf dem Monitor sieht man dann den jeweiligen Server mit seinem Status: Grün = Alles okay, Rot = Hier stimmt etwas nicht.

Managed Server

Bei einem Managed Server bekommt man keinen root Zugriff vom Hoster, man kann dadurch meistens keine eigenen Monitoring Tools installieren. Der Hoster kümmert sich um die Aktualisierung der installierten Software und sorgt dafür, dass Sicherheitsupdates eingespielt werden. Ein eigenes Monitoring der Pakete ist daher nicht zwingend notwendig. Sinnvoll ist es aber dennoch die Auslastung und den Speicherplatz des Servers selbst im Auge zu behalten, denn das liegt außerhalb der Verantwortung des Hosters. Bei uns wird zudem noch regelmäßig die Erreichbarkeit dieser Server überwacht, damit wir bei einem Ausfall sofort reagieren können.

Effizientes Shop-Monitoring: Ein Fazit

Das Monitoring unserer Kundenserver ist für uns unumgänglich um unseren Kunden den optimalen Service bieten zu können. In den meisten Fällen wissen wir bereits vor dem Kunden wann ein Problem besteht und haben ihn oftmals schon behoben bevor der Kunde überhaupt etwas davon bemerkt.