Was macht eigentlich ein Art Director im eCommerce?

In einer eCommerce-Agentur gibt es ein breites Spektrum an Aufgaben, die abgedeckt werden müssen. Von der Beratung über Projekt- und Shopmanagement bis hin zur Entwicklung ist auch in unserem Team alles dabei. Um einen Überblick über die einzelnen Aufgabenbereiche zu schaffen, möchten wir euch gerne einen Einblick in den Arbeitsalltag unserer Kollegen geben. Heute haben wir dazu mit unserem Art Director Christian gesprochen.

Wie wird man denn eigentlich Art Director?

Christian: Eine Ausbildung oder einen Studiengang „Art Director“ gibt es natürlich nicht – zumindest noch nicht. Diesen „Titel“ oder diese Berufsbezeichnung erhält man durch das Zusammenspiel vieler, meist kreativer Aufgaben, die von einer Person mit einer gestalterischen Ausbildung bewältigt werden. Genauer gesagt: Jeder Mediengestalter, Medienproduzent oder auch Grafiker mit Berufserfahrung in der Medienbranche und mit der Fähigkeit, seine grafischen Vorstellungen einem Team zu vermitteln, kann Art Director werden.

Ich selbst habe Mediengestalter gelernt, Medienproduktion studiert und war dann viele Jahre lang mit einer Webagentur selbstständig, bevor ich hier bei isento mit der Berufsbezeichnung „Art Director“ das Arbeiten angefangen habe.

Was sind die typischen Aufgaben eines Art Directors im eCommerce?

Christian: Das Aufgabengebiet ist sehr vielfältig und hängt auch stark von der Branche und der Agentur ab, in der man arbeitet. Grundsätzlich ist der Art Director für die Optik einer irgendwie gearteten Werbung zuständig. Das heißt, er setzt Ideen und Konzepte in Design, Grafik und Typographie um. Das macht er nicht alleine, sondern in einem Team.

Um den Kunden immer möglichst zufrieden zu stellen, ist strategisches Denken Pflicht. Der Kunde stellt eine Aufgabe, für die eine kreative Lösung gefunden werden muss. Dazu müssen die Gestaltungsexperten verstehen, welche Ziele der Kunde hat, wie der Markt aussieht, was die Marke ausmacht, für die man gerade arbeitet, und wie deren Zielgruppe tickt. Insofern bringt das Berufsbild auch hohe inhaltliche Anforderungen mit sich.

Wie strukturierst du deine Arbeit?

Christian: Als Art Director kann man die Aufgaben nur sehr selten einfach so abarbeiten. Ich selbst schreibe mir ToDo-Listen und unterscheide dabei zwischen „Kopfarbeit“ und „Umsetzungsarbeit“.

„Kopfarbeit“ beinhaltet die Auseinandersetzung mit dem Kunden, seinen Zielen, seinen Wünschen, seinen Vorgaben usw. Es geht da einfach darum, sich in den Kunden und sein Produkt oder seine Dienstleistung hineinzuversetzen, zu scribbeln, Stichpunkte zu notieren und auch sich mit dem Markt zu befassen, in dem der Kunde unterwegs ist. Wenn ich erst einmal die passenden Ideen gefunden habe, ist es meistens leicht in die direkte Gestaltung – also die „Umsetzungsarbeit“ – zu gehen und wirkliche Entwürfe anzufertigen.

So plane ich jeden Abend meinen nächsten Tag aufs Neue, natürlich immer unter Beachtung eventueller Projekt-Deadlines.

Was sind die größten Herausforderungen in deinem Job?

Für mich hat sich da ganz klar eine Sache herausgestellt: Ich nenne es immer das „Kreativsein auf Knopfdruck“. Für viele Kunden und auch Kollegen ist es oftmals nicht so leicht, das nachzuvollziehen. Da kommen schon mal Sätze wie „Mach‘ mal fix eine Visitenkarte …“ oder „Ich brauche mal schnell ein Logo für …“ und dergleichen. Die wenigsten verstehen aber, was diese Worte im Kopf eines kreativen Gestalters auslösen können.

Was ich damit sagen will, ist, dass man sich im Klaren darüber sein muss, was es eigentlich heißt, ein Medium für einen Kunden passend und dazu noch „state of the art“ zu gestalten. Da geht es nicht darum Regale nach „Schema A“ einzuräumen oder Handtaschen nach „Schema B“ zu fertigen. Jeder Kunde möchte das optimale Werbeprodukt für sich und seine Branche haben und das möglichst einzigartig und „noch nie da gewesen“ und natürlich schnell.

Es braucht also eine gewisse Zeit dafür und kann niemals „auf Knopfdruck“ funktionieren, wenn man qualitativ hochwertige Ergebnisse erzielen möchte.

Vielen Dank, Christian, für deine Zeit! Wenn ihr noch mehr über unser Team erfahren wollt, könnt ihr uns hier näher kennenlernen.